Geschichte

“Lichtensteinschule Bitz”- Die Namensgebung

Man mag sich fragen, warum ausgerechnet “Lichtenstein”? Haben die Lichtensteiner doch
1386 das Dorf Bitz an die Stadt Ebingen verkauft und damit eine “Leidensgeschichte” in
unserer Gemeinde heraufbeschworen, die erst im Loskauf von Ebingen eine positive
Wendung fand und so das Unabhängigkeitsstreben der Bitzer befriedigte.

Die Zeit versöhnte aber dich mit dem Geschlecht der Lichtensteiner und so wurde 1958,
als das Gemeindewappen seine endgültige Form erhielt, der Flügel aus dem Wappen der
Herren von Lichtenstein in das Bitzer Wappen aufgenommen. So ist die Auffassung auch
schlüssig, dass die Bitzer Schule nach den Herren von Lichtenstein benannt werden kann,
zu deren Familienbesitz Bitz gehörte.

Zu klären war noch, ob bei dem Flügel im Gemeindewappen von einem Schwanen-
Flügel oder von einem Adlerflügel auszugehen ist. Im Bitzer Heimatbuch finden wir hierzu
widersprüchliche Angaben. Das Hauptarchiv Stuttgart sollte zur Klärung dieser Frage
beitragen. Aus der Stellungnahme ist zu entnehmen, dass es sich bei dem Flügel im
Familienwappen der Herrn von Lichtenstein um das Motiv eines Adlerflügels handelt.

 

Lied zur Namensgebung der Lichtensteinschule Bitz
(vorgetragen vom Grundschulchor im Februar 2003)

frei nach dem Lied… die alten Rittersleut
(Leitung: Bernd Nußbeutel, Text: Paul Greiß)

1. Zu Grünwald im Isartal, glaubt es mir, es war einmal,
da ham edle Ritter g’haust, dene hat’s vor gar nix graust.

Ja, so warns, ja so warns, ja so warn die oidn Rittersleut,
ja, so warns, ja, so warn die oidn Rittersleut.

2. Auch bei uns – beim Fehlatal, gab es Ritter dazumal,
denen g’fiel das Leben sehr, and’re hatten’s ziemlich schwer.

Ja, so warns, …

3. Jeder Bauer war ihr Eigen, musste Treu und Arbeit zeigen,
alles war einst ihr Besitz, auch sogar hier unser Bitz.

Ja, so warns, …

4. Burgen bauten sie zum Wohnen, jeder musste dafür fronen,
leben konnt’ man darin fein: ’s war’n die Herrn von Lichtenstein.

Ja, so warns, …

5. Sie, die Frau von Lichtenstein, stiftete ein Kirchelein,
weil den Bitzern – meist in Not –, auch die Pest noch bracht’ den Tod.

Ja, so warns, …

6. Noch im vierzehnten Jahrhundert war man aber sehr verwundert,
als der Burgherr sein Dorf Bitz grad verkauft hat – Das war nix!!

Ja, so warns, …

7. Bitzer ham’n sich d’Haare g’rauft, später dann zurückgekauft.
Was noch blieb: Ein Wappen klein, jener Herrn von Lichtenstein.

Ja, so sind, ja so sind, ja so sind die guten Bitzer Leut,
ja, so sind, ja so sind die guten Bitzer Leut.

8. Und das Wappen ist nicht übel: blau, mit weißem Adlerflügel.
jeder Ritter, wenn er’s wüsst, sicher wohl den Hut zieh’n müsst!

Ja, so sind, ja so sind, ja so sind die guten Bitzer Leut,
ja, so sind, ja so sind die guten Bitzer Leut.

Geschenk

Als Geburtstagsgeschenk zur Namensgebung überreichte der Elternbeirat eine 15 Meter lange Kletterwand.
Die Kosten wurden durch zahlreiche eigene Aktivitätenund über Sponsoring verschiedener Firmen gedeckt.